Der richtige Zeitpunkt

Erste kieferorthopädische Kontrollen können ab dem 3. - 5. Lebensjahr sinnvoll sein, da sich in diesem Alter Fehlstellungen und Dysfunktionen erkennen lassen. Bei bestimmten Fehlbissen ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung notwendig, diese dauert in der Regel aber nicht länger als 1,5 Jahre.

Der reguläre Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung erfolgt jedoch meistens vor dem pubertären Wachstumsmaximum im Alter von ca. 9 bis 12 Jahren. Solange das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist, kann vom Kieferorthopäden gezielt reguliert werden. Dabei werden das Wachstum, die Zahndurchbruchskräfte und die große Anpassungsfähigkeit der Kiefergelenke optimal genutzt.

Die Dauer der gesamten Behandlung kann je nach Zahn-/Kieferfehlstellung, der Mitarbeit und der Gewebereaktion zwischen 1 und 4 Jahren betragen. Ob das Kind eine herausnehmbare und/oder eine festsitzende Spange bekommt, hängt von der Diagnose ab. Kleinere Zahnfehlstellungen sowie Kieferanomalien werden oft mit herausnehmbaren Spangen, z.B. Dehnplatten oder funktionskieferorthopädischen Geräten wie Aktivator oder Bionator behandelt. Größere Zahnfehlstellungen werden nach dem Durchbruch der meisten bleibenden Zähne mit einer festsitzenden Spange behandelt.

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